Project Description

2018 Fender American Original ’60s Stratocaster

Fender steckte Ende der 1970er Jahre in Schwierigkeiten. Die Qualität war in den Jahren zuvor aufgrund gestiegener Produktionszahlen stetig gesunken. Um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken, besann man sich bei Fender Anfang der 1980er Jahre unter anderem wieder auf alte Tugenden. So wurden in den USA ab 1982 mit der “Vintage American Reissue” und am neuen Produktionsstandort in Japan mit der “Japan Vintage” – besser bekannt als JV-Serie – Gitarren wieder so hergestellt, wie sie einst von Leo Fender konzipiert wurden. Aus heutiger Sicht ein für Fender extrem erfolgreicher Schritt in die richtige Richtung. Neben dem gestiegenen Qualitätsanspruch bei Holzauswahl und Fertigung wurde bei der Vintage Reissue wieder auf authentische Korpusshapings gesetzt. Aber auch bei Hardware und Pickups orientierte man sich weitestgehend an den Originalen aus den 1950er und 1960er Jahren.

Dass die American Vintage Original nach all der Zeit noch immer im Fender-Programm zu finden ist, dürfte für den großen Erfolg der Serie und ihre Bedeutung für Fender sprechen. Denn mit ihren, an den alten Originalen angelehnten Spezifikationen, positioniert sie sich deutlich abseits der stets modern gehaltenen “American Standard” und nur geringfügig unterhalb der Time Maschine Serie aus dem Fender Custom Shop.

Die Modellpflege des Herstellungsjahrganges 201 beinhaltet einige bemerkenswerte Features. Neben einem dünnen Nitrofinish in ‘Creme White’ und dem grünlichen Pickguard überzeugt die ‘Original 60s’ mit einem recht kräftigem Ahornhals mit ‘Thick C’-Profil sowie einem modernen Griffbrettradius von 9,5″, durch den sich die sauber gesetzten Vintage-Frets hervorragend spielen lassen. Unser frisches Setup konnte dann auch noch die letzten Reserven in der Spielbarkeit dieser großartig gemachten Gitarre mobilisieren.

Ein Lob gibt es auch für den bereits erwähnten Nitrolack, der im Gegensatz zu den mit Polyurethan lackierten Standards zwar nicht so widerstandsfähig ist, jedoch authentischer und schöner altert. Zudem wirkt sich der dünn aufgretragene Lack auf ein besseres Schwingungsverhalten aus, was sich letztendlich auch im Ton niederschlägt. Damit einher gehen mitunter aber auch die typischen Lackabplatzer, wie auch bei dieser Stratocaster. Hier muss man sich als entscheiden, ob Authentizität wichtiger ist oder ein beständiger aber mitunter dicker Lack. Beides geht einfach nicht, verleiht der Fender das gewisse Etwas.

Die drei “Pure Vintage ´65 Strat Single-Coil Pickups” sind natürlich recht vintageorientiert ausgelegt, jedoch sollte dies nicht mit einer zu dumpfen Klangcharakteristik assoziiert werden. Denn die Singlecoils sind recht ausgewogen und bringen ausreichend Bässe und Mitten sowie Höhen am Steg mit.

Der Zustand dieser Fender Stratocaster aus 2018 ist insgesamt sehr gut mit nur geringen Gebrauchsspuren. Um die Backplate herum sind allerdings die typischen Lackabplatzer zu finden, die dem dünnen Nitrolack geschuldet sind. Griffbrett und Bünde befinden sich nach dem frischen Abrichten in absolutem Bestzustand. Im Lieferumfang sind neben dem Fender Deluxe G&G Deluxe Case, sämtliche Papiere und der “Aschenbecher” sowie der Tremolohebel enthalten.

  • Serial: V18597786, Made In USA, 2018
  • Creme White Finish
  • Alder Body
  • Maple Neck
  • Indian Rosewood Fretboard, 9,5″ Radius
  • ’60s Oval C’-Neckprofile
  • 25,5″ Scale
  • Dot Inlays
  • Nut Width 42.5mm
  • 21 Vintage Style Frets
  • 3 Fender Pure Vintage ’65 Singlecoils
  • Fender Vintage Style Tremolo Bridge
  • 5-Way Blade Switch
  • 1x Volume, 2x Tone Controls
  • Kluson Style Tuners
  • Weight: 3,52kg
  • Original Fender G&G Black Tolex Case

Die Stratocaster zeigte im Scan einige Probleme, die ein Abrichten haben vorteilhaft ercheinen lassen. Neben der Justage des Trussrods war natürlich noch die Einstellung der Brücke notwendig, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse, Abrichten & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 1,9mm
  • e: 1,3mm

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 8.3″ bis 9.1″ ab, die Bespielbarkeit dieses seltenen Instrumentes ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun hervorragend.

Leider bereits verkauft!