Project Description

1992 Santa Cruz F

Vor über vierzig Jahren gründete Richard Hoover seine Santa Cruz Guitar Company. Um volle Kontrolle über den Herstellungsprozess zu behalten, bleibt er seither bewusst bei einer mittleren Unternehmensgröße. Zwischen kleineren Gitarrenbauern und größeren Manufakturen angesiedelt, überlässt er mit ca. 700 Instrumenten pro Jahr nichts dem Zufall.

“Was muss ich tun, um diese Gitarre zu behalten?”, fragte einst Doc Watson zum Prototyp des von ihm mitentwickelten Vintage Artist Modells. Auch wenn es sich hier um ein völlig anderes Modell handelt, der Reflex ist doch auch bei mir steht der selbe. Eine Santa Cruz macht etwas mit mir und geht nicht spurlos an mir vorbei. Dabei kann ich den Grund dafür ganz nicht so leicht in Worte fassen. Aber anders als bei vielen andern Herstellern ist eine Santa Cruz oder auch eine Collings etwas Besonderes.
Bei Santa Cruz scheint man, auch aufgrund der geringeren Stückzahl, konsequenter an den Details zu arbeiten. Und so hat jede Santa Cruz eine Gemeinsamkeit: resonant und leicht wie eine Feder spricht sie auf die kleinsten Anschlagsnuancen an, wundervoll warme Bässe, sonor dazu die samtig silbrig schimmernden Obertöne in den Höhen und genau richtig dosierte Mitten für Wärme und Durchsetzungsfähigkeit.

Der konsequent leichten Bauweise mit Richtung Schallloch verschobenem scalloped X-Bracing und den leichten Mechaniken auf der schlanken Kopfplatte ist das holzig offene Klangbild geschuldet. Besonders klingen Santa Cruz Gitarren weniger trocken als viele andere hochwertige Gitarren. Hinzu kommt die sprichwörtlich gute Bespielbarkeit mit flacher Saitenlage. Das macht sie zu einem außerordentlich vielseitigen Instrument. Egal ob Fingerstyle, virtuoses Flatpicking oder Songbegleitung zwischen Folk, Singer/Songwriter Material und Bluegrass bis hin zum Jazz, diese F geht nicht nur mit, sie inspiriert zu mehr und setzt noch einen drauf. Vielleicht auch ein Grund, warum sich Eric Clapton einige dieser F-Modelle zugelegt und viel gespielt hat. Zwar fiel sein Wunsch auf einen Korpus aus Ahorn, die tollen “Art-Deco-Inlkays” zieren jedoch auch seine Instrumente.

Von den Inlays mal abgesehen steht eher das gediegene Design im Vordergrund, geschmackvolles Understatement mit elfenbeinfarbenen Bindings, Tortoise-Schlagbrett und Perlmutt-Logo. Übrigens, Grobmotoriker aufgepasst: bei Santa Cruz Gitarren schaltet man ein paar Gänge zurück, zieht sich vorher etwas Passendes an und genießt in kleinen Portionen, dennoch bleibt die Suchtgefahr. Aber wer mit dem Plektrum hinterm Kopf ausholt wird das nie verstehen. 
Nachträglich wurde ein L.R.Baggs Anthem installiert, so dass dieses tolle Instrument auch am Amp genossen werden kann. 

Diese Santa Cruz wurde gerne gespielt und so weist sie einige kleine Dellen und Macken auf der Decke auf. Ansonsten ist der Zustand jedoch hervorragend und stärkere Spielspuren sind nicht zu finden. Die Bünde machen einen guten Eindruck und zeigen nur geringste Spielspuren. Im Lieferumfang ist der originale Koffer enthalten.

  • Serial: 208, Built in 1992
  • Solid Sitka Spruce Top
  • Scalloped Advanced X-Bracing
  • Solid Indian Rosewood Back And Sides
  • Mahogany Neck
  • C Neck Profile 
  • Ebony Fretboard With Art Deco Inlays
  • 20 Frets (+1 Partial)
  • Neck Width at 1. Fret: 46.5mm
  • Scale Length: 24,75“
  • Ebony Bridge
  • L.R.Baggs Anthem
  • Weight: 2,07kg
  • Original Case

Die Santa Cruz zeigte im Scan keine Probleme, die leichten Spielspuren haben wir auspoliert. Nach der Justage des Trussrods haben wir noch Korrekturen an der Stegeinlage vorgenommen, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 2,3mm
  • e: 1,7mm
  • Strings: 12-53

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 21″ bis 20″ ab, die Bespielbarkeit dieses Traum-Instrumentes ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun noch einmal spürbar verbessert.