1992 Ibanez UCEW FM – USA Custom Exotic Wood

Dass der japanische Hersteller Hoshino, Inhaber der Marke ‘Ibanez’, seit Jahrzehnten hochklassige Instrumente mit Fertigungsstätten in Japan, China und Indonesien produziert, ist natürlich kein großes Geheimnis. Die Nähe zu den Bedürfnissen der Musiker hat über die Jahre dazu geführten, dass viele namhafte Saitenartisten wie Paul Gilbert, Steve Vai, Andy Timmons oder Joe Satriani und zuletzt die großartige Nita Strauss bei Hoshino unter Vertrag stehen. So war die vielbeachtete Präsentation der völlig neuartigen JEM in 1987 ein Paukenschlag und it viel Mut und Innovationskraft der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Für die Ausnahmekönner steht in den USA ein eigener Custom Shop zur Verfügung, um die Anliegen der Stars auf dem kurzen Wege bearbeiten zu können. Daneben liefert das exklusive J.Custom Team in Japan Spitzeninstrumente auf der Höhe der Zeit.

Weitaus weniger bekannt dürfte aber gemeinhin sein, dass für einen ganz kurzen Zeitraum von 1989-1992 sowie mit einer abschließenden Serie 1993-1996 auch “Otto Normalgitarrist” ein Instrument in einer Ibanez USA Custom Shop-Division nach seinen eigenen Wünschen bauen lassen konnte. Um der amerikanischen Superstrat-Konkurrenz ein adäquates Custom-Angebot entgegensetzen zu können, entschloss man sich zunächst zu diesem mutigen Schritt.

Diese UCEW2 (US Custom Exotik Woods) aus dem Baujahr 1992 zeichnet sich durch eine schön gezeichnete und etwa 1cm dicke Ahorndecke aus. Der Korpus besteht aus Mahagoni, der Hals aus Vogelaugenahorn und Indischem Palisander. Bei dieser 2. Version wurden sowohl Hals als auch Korpus in den USA bei Hosono hergestellt, die später in ESP aufgegangen sind. 

Der Musikgeschmack der Zeit verlangte nach möglichst großer Flexibilität in den Sounds, daher sollte eine Dimarzio-Bestückung mit zwei Humbuckern und einem Singlecoil die von der JEM her bekannte Soundpalette eröffnen. Auch die übrigen Anbauteile sind hochwertig, das unter Lizenz von Floyd-Rose gebaute Lo-Pro Edge Tremolo mit Locking-Nut arbeitet dabei völlig problemlos.

Wir konnten die Spielbarkeit mit unserem frischen Plek-Setup samt präziser Bund-Abrichtung auf ein modernes, fantastisches Niveau heben, die Bünde sind nun natürlich auch frei von jeglichen Spielspuren.

Der Zustand der UCEW, ist insgesamt sehr gut mit lediglich leichtesten Gebrauchsspuren. Die Auslieferung erfolgt in einem Ibanez Prestige Case neueren Datums mit dem zugehörigen Tremolohebel.

 

 

RG-Serie wurde etwa 1994-1995 beim renommierten Luthier Dave Bunker gebaut. Charakteristisch für die hier vorgestellte RG-10 ist neben einem Erlekorpus mit apartem AA Quilted Maple Top in Transparentlackierung die von Bunker entwickelte ‘Tension Free Neck’ Konstruktion, bei der die Saitenspannung durch Verwendung eines speziellen Messingsattel-Elements vollständig vom Halsstab getragen wird und nicht vom Holz des Halses. Im Ergebnis sollen Schwingungsverhalten und Spielbarkeit davon profitieren. Der Hals wird über zwei Innensechskantschrauben an der Halsunterseite und an der Backplate eingestellt. Welchen Effekt diese seinerzeit neuartige Aufhängung tatsächlich ausübt, ist nicht zu ermitteln, wir können der Gitarre mit unserem frischen Plek-Setup nur eine fantastische Spielbarkeit attestieren, mit dem extrem flach gearbeiteten Griffbrett sind moderne Spieltechniken und Bendings ein Kinderspiel.

Auch die übrigen Anbauteile sind hochwertig, die Saitenführung durch den Korpus wirkt sicher sehr positiv auf die Tonentfaltung dieser Hardtail-Gitarre und die Tonabnehmer von DiMarzio liefern amtliche 90s Metal- und Hardrock-Sounds.

Der Zustand der ‘RG-10’, die etwa aus 1995 stammen dürfte, ist insgesamt sehr gut mit alterstypischen Gebrauchsspuren und Kratzerchen, bei einer Gitarre aus aber ganz sicher kein Drama. Die Auslieferung erfolgt in einem zweckmäßigen Case.

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