Project Description

1991 Fender American Standard Stratocaster

Die Fender Stratocaster dürfte wohl zu den einflussreichsten Instrumenten zählen, die jemals hergestellt wurden. Ihr Sound beeinflusste Generationen und im Prinzip hat sich an der Faszination bis heute nichts geändert. Daran nicht ganz unbeteiligt ist Fenders Versuch, die Stratocaster stets modern und up-to-date zu halten, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Dieser Anspruch ist zwar nicht immer voll und ganz aufgegangen und auch die Stratocaster beschritt mal Sackgassen und Irrwege. Aber dass darf man ihr in ihrer über 60 jährigen Geschichte auch nicht übel nehmen. Schließlich machen wir alle mal Fehler.

Ein großer Knackpunkt waren vor allem die Jahre unter der Leitung von CBS. So verwundert es auch nicht, dass Fender nach dem Besitzerwechsel 1985 mit dem bis heute einzigen Produktionsstop der Stratocaster für über ein Jahr keine Stratocaster mehr in den USA fertigte. Erst 1986/87 wurde mit der Fender American Standard wieder ein Strat-Modell in den USA gefertigt.

Aber die Fender Stratocaster sieht auf den ersten Blick noch immer so aus, wie bei ihrer Einführung im Jahr 1954. Im Detail jedoch wurde sie ständig überarbeitet und ist deutlich moderner geworden. Mit ihrem Korpus aus Erle und dem einteiligen Ahornhals entspricht sie zwar weitestgehend noch den alten Vorbildern, das seinerzeit neue American Tremolo mit seinen massiven Saitenreitern und Zweipunktauflage, der 9,5″ Griffbrettradius und die geschlossenen Mechaniken waren jedoch in der ab den späten 1980ern hergestellten Version top modern.

Die Bespielbarkeit unserer Strat ist wie erwartet “typisch Strat”. Das Profil des Ahornhalses entspricht wie heute eher einem “C” und liegt gut in der Hand. Die Spielbarkeit ist mit unserem frischen Plek-Setup ganz fantastisch. In ganz schlichtem, aber klassichem ‘Black’ wirkt die mit 29 Jahren im besten Youngtimer-Alter befindliche Gitarre über ihre zeitlose Ästhetik. Der Vorbesitzer hat den Stegpickup gegen einen DiMarzio DP189-Humbucker getauscht, fette Rocksounds dürften somit leichter möglich sein. Zudem wurden die Originalmechaniken gegen Locking-Tuners getauscht, Saitenwechsel sind nun ein ‘Kinderspiel und die Stimmstabilität ist hierdurch ebenso verbessert.

Diese Stratocaster aus 1991 wurde in ihrem bisherigen musikalischen Leben sicher gerne gespielt, so finden sich besonders auf der Rückseite Kratzerchen und Gebrauchsspuren. Die Bünde sind nach dem Abrichten natürlich wieder in Bestzustand, am Hals hat sich im Laufe der Zeit an einigen Stellen etwas von dem Klarlack gelöst, der vor Verschmutzung schützen soll. Die Auslieferung erfolgt im originalen Fender Case mit Tremolohebel, dem ausgetauschten Bridge-PU sowie den Original-Mechaniken.

 

  • Serial: N1013571, Made In USA, 1991
  • Black Finish
  • Alder Body
  • 1-Piece Maple Neck, 9,5″ Radius
  • ‘C’-Neckprofile
  • 25,5″ Scale
  • Dot Inlays
  • Nut Width 43.2mm
  • 22 Medium Jumbo Frets
  • 2 Fender American Standard Singlecoils
  • 1 DiMarzio DP189 Tone Zone (Original Fender Bridge Pickup Included)
  • Fender 2-Point Tremolo Bridge
  • 5-Way Blade Switch
  • 1x Volume, 2x Tone Controls
  • Schaller Locking Tuners (Original Fender Tuners Included)
  • Weight: 3,8kg
  • Original Fender Black Hardshell Case

Die Fender zeigte im Scan eine tolle Verarbeitung, allerdings auch sehr deutliche Spielspuren. Nach der Justage des Trussrods haben wir die Bünde daher abgerichtet und die Einstellung des Vibratos vorgenommen, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse, Abrichten & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 2,0mm
  • e: 1,3mm

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 9.4″ bis 9.7″ ab, die Bespielbarkeit dieses grundsoliden Teils ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun noch einmal spürbar verbessert.

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