Project Description

1985 Charvel USA San Dimas Stripes

Hinter der seit heute zum Fender-Konzern gehörenden Marke ’Charvel’ steckte ursprünglich niemand anderes als Wayne Charvel, der mit seinen Gitarrendesigns und nicht zuletzt kreativen Lackierungen aus der Hard Rock Szene der 1980er wohl nicht wegzudenken ist. Die in dieser Zeit hergestellten Gitarren sind aber nur das Ergebnis eines langen Prozesses, der für Wayne Charvel wohl 1959 begann. Mit dem Kauf seiner ersten Fender Stratocaster, die er kurze Zeit darauf demontierte und neu lackierte, weckte er sein Interesse an der Reparatur, dem modifizieren und lackieren von Gitarren.

So begann Charvel zunächst für Fender Gitarren zu refinishen und eröffnete 1974 im californischen Azusa “Charvel´s Guitar Repair”. Da Fender zu dieser Zeit ausschließlich Gitarren von der “Stange” anbot, schickten sie jeden Künstler mit Sonderwünschen nach Californien. Und so betraten regelmäßig Bands wie Deep Purple, The Who, ZZ Top oder Van Halen seinen Laden. Auch wenn er 1978 seinen Shop und die Namensrechte an Grover Jackson verkaufte, übte er mit zahllosen Jobs bei Fender, Gibson, Rickenbacker oder B.C. Rich einen großen Einfluss auf den Bau und die Entwicklung von Gitarren der letzten Jahrzehnte aus. Auch heute kann Charvel Endorser wie Guthrie Govan oder Warren de Martini an sich binden, die eine große Strahlkraft für die Marke besitzen.

Charvel begann die offizielle Serienfertigung in 1981 mit der Nummer 1001, in dieser ersten Phase gab es keinen separaten Custom Shop, Charvel war in Gänze Custom Shop. Das Ende dieser ersten Phase kann man auf 1985 mit der Seriennummer 5491 datieren, diese “4-Digit”-Numerierung griff Charvel erst sehr viel später im Custom Shop wieder auf. In der frühen Jahren reagierten Presse und Musiker geradezu euphorisch, zählten doch auch Spitzenkönner wie Gary Moore, Alan Holdsworth, Steve Vai oder Al di Meola zu den Charvel-Nutzern.

Typisch für die Charvels der frühen Jahre waren die schlanken, umlackierten Ahornhälse und die oft extrem extrovertierten Graphiken wie Bullseye, Hot Rod Flames, Tiger-Stripes usw, die gesuchteteste von allen dürfte aber wohl die “Stripes” sein, die auf den legendären Eddie van Halen zurück geht, die berühmten gelben Streifen auf schwarzem Untergrund. Mit der Seriennummer 4911 können wir nun ein ganz frühes und damit seltenes Exemplar aus 1985 vorstellen. Diese Gitarre liefert all das, wofür die alten Charles zu Recht gelebt werden, perfekte Verarbeitung, beste Hölzer und Komponenten und eine Spielbarkeit, die die Performance-Explosion der Shredder-Künstler in den 80er Jahren erst möglich gemacht hat, Tapping, Arpeggio-Runs, Dive-Bombs, Sweeping sind auf dieser mit unserem Plek-Setup fantastisch spielbaren Gitarre möglich wie am ersten Tag. Das heute sehr gesuchte originale Kahler Tremolo arbeitet perfekt, wenn es vordergründig auch etwas kompliziert anmutet, so ist die Eistellbarkeit unserer Meinung nach den Floyd Rose-Tremolos deutlich überlegen.

Durch die Ausstattung mit einem Humbucker am Steg und zwei Singlecoils, die mittels dreier Mini-Switches beliebig kombiniert werden können, ist die “Stripes” enorm vielseitig, natürlich fühlt sie sich im 80’s Rock und Metal ganz besonders wohl.

Der Zustand dieser aus 1985 stammenden Rarität ist insgesamt wirklich hervorragend, natürlich hat der umlackierte Ahornhals vom Gebrauch Verschmutzungen angenommen, das kann nach 35 Jahren gar nicht anders sein, prägt aber im positiven Sinne auch den enormen Charme dieser “Time-Machine”

Die Auslieferung dieser Rarität erfolgt im Hardshell Case mit Tremolohebel.

  • Serial: 4911, Made In USA, 1985
  • Stripes Finish
  • Alder Body
  • Maple Neck
  • Maple Fretboard
  • ‘C’ Neckprofile
  • 25,5″ Scale
  • Dot Inlays
  • Nut Width 42.4mm
  • 22 Jumbo Frets
  • 2 Singlecoils At Middle And Neck Position
  • 1 Humbucker At Bridge Position
  • Original Kahler Floating Tremolo Bridge
  • 3 Mini-Switches
  • 1x Volume Control
  • Weight: 3,62kg
  • Hardshell Case

Die Charvel zeigte im Scan eine grandiose Verarbeitung, allerdings auch deutliche Spielspuren an den Bünden. Nach der Justage des Trussrods haben wir die Bünde dezent abgerichtet und die Einstellung der Brücke vorgenommen, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse, Abrichten & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 1,7mm
  • e: 1,3mm
  • Strings: 10-46

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 12.5″ bis 13″ ab, die Bespielbarkeit dieses seltenen Kult-Klassikers ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun noch einmal verbessert.

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