Project Description

2017 PRS McCarty 594 Charcoal Jade Burst

Mit der McCarty 594 stellte PRS erst kürzlich ihr neustes Modell der McCarty-Reihe vor. Eine Modellbezeichnung, die auf den ersten Blick natürlich mal wieder einige Fragen aufwirft. 5 Pickups, 94 Sounds? Wohl eher nicht. Denn die 594 wartet mit einigen anderen Besonderheiten auf. John Mayer, sonst eher mit einer Strat zu sehen, ist seit kurzem PRS-Endorser und ließ sich angesichts dieses Modell sogar zu dem Zitat hinreißen: “The 594 is the best new guitar I’ve played in years. It has a vintage heart and soul but without the technical limitations that usually come along with an old instrument.”

Nun gut, dahinter steckt natürlich Marketing. Oder doch nicht? Vorgestellt wurde die PRS McCarty 594 nämlich ursprünglich vom Private Stock Team anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens. Als 1996 die ersten Private Stock Modelle bei PRS hergestellt wurden, kürte das Team mit der “Guitar of the month” die außergewöhnliche Gitarre des Monats. Zwar wurde dies irgendwann eingestellt, letztes Jahr jedoch noch einmal aktiviert. Im Februar erschien dann die auf eine geringe Anzahl begrenzte 594. Diese war jedoch so populär, dass sich PRS kurz darauf entschied, das Modell ins reguläre Programm aufzunehmen. Irgendetwas muss also doch dran sein.

Dabei ist der offensichtlichste Unterschied zur normalen McCarty auf den ersten Blick recht banal und wenig spektakulär. Die Mensur wächst bei der 594 um 0,094″, oder umgerechnet knapp 2,4mm auf 25,594″. Darüber kann man nun schmunzeln oder sich bewusst machen, dass es manchmal doch nur kleiner Veränderungen bedarf, die einen Unterschied machen. Natürlich darf die Mensurlänge nicht ausschließlich betrachtet werden, denn auch an anderen Faktoren wurde leicht gedreht. 
Sicher am Erfolg nicht unbeteiligt sind die neuen PRS 58/15 LT-Pickups, die ähnlich der 57/08, 59/09, 53/10 oder 85/15 traditionelle Klangeigenschaften mit modernen Hörgewohnheiten und Anforderungen verbinden. LT steht im Übrigen für “Low Turns”, also weniger Wicklungen, was sich in einem etwas wärmeren und klareren Ton niederschlägt.
Um die Flexibilität weiter zu erhöhen, wurden zudem beide Pickups mit einem Coil-Tap versehen, die über die beiden Push-Pull-Tone-Potis unabhängig voneinander aktiviert werden können. Somit stehen insgesamt 8 Soundvariationen zur Verfügung. 

Unter dem Strich zählt jedoch nur das Gesamtbild, die Summe aller Teile. Und hier kann man der McCarty 594 doch einen feinen Unterschied attestieren, der sich vor allem durch einen sehr klaren, transparenten und dynamischen Sound mit einem gehörigen Schuss “Vintage-Feeling” äußert. Allerdings würden wir nicht so weit gehen, die 594 nun zur besseren PRS zu küren. Sie klingt definitiv anders. Ob sie besser klingt, muss man jedoch immer noch selber herausfinden.  

Keine Experimente gibt es bei PRS natürlich bei der Qualität der verwendeten Materialen, der Komponenten und der Hölzer. Auch wenn diese PRS nicht als 10Top eingestuft wurde, überzeugt die Ahorndecke doch mit einer tollen Optik. Die Lackierung in “Charcoal Jade Burst” ist vielleicht ungewöhnlich und auch auf der 594 üblicherweise nicht erhältlich, sieht aber wirklich klasse aus. 
Das Halsprofil wird von PRS mit Vintage Pattern bezeichnet und ist eine Spur dicker als das übliche Pattern-Profil ausgefallen. 

Diese tolle PRS McCarty 594 befindet sich in sehr gutem Zustand mit nur extrem geringen Spielspuren. Das Zubehör samt Eagle Hangtag ist vollständig im Lieferumfang enthalten. 

 

  • Serial: 17 235743, Made In USA, 2017
  • Charcoal Jade V12 Finish
  • Carved Figured Maple Top
  • Mahogany Body
  • Mahogany Neck
  • Scale: 25, 594″
  • Rosewood Fretboard With Faux Bone Binding
  • Pattern Vintage Neck Profile
  • Bird Inlays
  • Nut Width 43.3mm
  • 22 Medium Jumbo Frets
  • 58/15 LT Treble & Bass Pickups
  • 3-Way Toggle Pickup Switch on Upper Bout
  • 2x Volume & 2x Push/Pull Tone Controls
  • PRS 2-Piece Bridge, Cast Zinc
  • PRS Phase III Locking Tuners
  • Weight: 3,49kg
  • Original PRS Case

Die PRS zeigte im Scan kleine Ansatzpunkte für Korrekturen in den hohen Lagen des Griffbretts und minimale Spielspuren. Nach der Justage des Trussrods haben wir die Bünde dezent abgerichtet und die Einstellung der Brücke vorgenommen, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse, Abrichten & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 1,8mm
  • e: 1,2mm
  • Strings: 10-46

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 10.4″ bis 10.9″ ab, die Bespielbarkeit dieses Traum-Instrumentes ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun noch einmal etwas verbessert.

sold but not forgotten