Project Description

2017 Fender Custom Shop ’51 Nocaster Heavy Relic NAMM Ltd. Edition

Gretsch machte es Fender Anfang der 1950er Jahre nicht leicht. Zwar hatte sich mit ‘Broadcaster’ ein passender Name für Leo Fenders erste E-Gitarre in Solidbody-Bauweise gefunden, jedoch beanspruchte Gretsch den Namen ‘Broadkaster’ bereits seit den 1920ern für ein Schlagzeug-Modell. Um weiteren Namensrechte-Streitigkeiten aus dem Wege zu gehen, entfernte man die Modellbezeichnung kurzerhand von der Kopfplatte, die nun nur noch den Firmennamen ‘Fender’ trug. Erst kurze Zeit später wurde mit ‘Telecaster’ ein Name gefunden, der heute wohl jedem Gitarristen ein Begriff ist.

Die nur zwischen Februar und September des Jahres 1951 hergestellten, namenlosen Gitarren erhielten später den Spitznamen “Nocaster”. Eine weitere Besonderheit der Nocaster war ein wirklich kräftiger Hals. Mit einer Dicke von einem Zoll bereits am 1. Bund hat man schon ordentlich Holz in der Hand. Hat man sich jedoch erstmal daran gewöhnt, will man nichts anderes mehr in die Hand nehmen. Zudem macht sich die hohe Masse des Halses aber auch in viel Ton bemerkbar.

Ausgestattet ist die Fender mit zwei handgewickelten Custom Shop Tele Pickups, die vom typisch drahtigen Twäng-Sound am Steg bis zu einem warm perligen Sound am Hals alles bieten, was man von einer guten Tele erwarten kann. Die Verarbeitung ist selbstverständlich auf hohem Custom Shop-Niveau, mit nur 3,15kg ist die Nocaster außerdem wunderbar leicht und resonant.

Bereits Mitte der ’90s reifte bei Fender die Idee, Gitarren einem künstlichen Alterungsprozess zu unterziehen, um den fabrikneuen Instrumenten den “look and feel” von alten Vintage-Gitarren zu verleihen, deren Preise heftig zu steigen begannen. Bis 1999 wurde diese Arbeit von Vince Cunetto übernommen, dann erst verfügte man über genügend eigenes Know-How im Custom Shop. Wir haben es hier also mit einer wunderbar authentisch gearbeiteten, Heavy Relic aus dem Custom Shop zu tun. Der in ‘Faded Nocaster Blonde’ gearbeitete Body aus Esche ist herrlich abgerockt, die Gitarre ist übrigens Teil einer Limited Edition zur NAMM 2017.

Der Zustand, dieser im Jahr 2017 hergestellten Fender, ist wirklich absolut neuwertig. Die Bundstäbchen sind nach dem präzisen Abrichten auf unserer Plek-Station in Bestzustand und zeigen keinerlei Spielspuren mehr, die Nocaster glänzt mit einem Spitzen-Setup. Im Lieferumfang ist neben dem Fender Tweed Case auch das Zertifikat, der Ashtray, ein Reinigungstuch und diverses Case Candy enthalten.

  • Serial: R16724, Made In USA, 2017 Custom Shop Ltd. Edition NAMM
  • Faded Nocaster Blonde Finish, Heavy Relic
  • Select Ash Body
  • 1-Piece Quartersawn Maple Neck, 9,5″ Radius
  • Nocaster U-Neckprofile
  • 25,5″ Scale
  • Dot Inlays
  • Nut Width 42mm
  • 21 Medium Jumbo Frets
  • 1 Fender Custom Shop Handwound ’51 Nocaster Singlecoil (Bridge)
  • 1 Fender Custom Shop Hand Wound Texas Special Tele Singlecoil (Neck)
  • Fender Vintage Style Tele Bridge
  • 3-Way Blade Switch
  • 1x Volume, 1x Tone Controls
  • Kluson Style Tuners
  • Weight: 3,16kg
  • Original Fender Deluxe Tweed Case

Die Fender zeigte im Scan neben Spielspuren an den Bünden auch kleine Ansatzpunkte für Korrekturen in den hohen Lagen des Griffbretts. Nach der Justage des Trussrods haben wir die Bünde dezent abgerichtet und die Einstellung der Brücke vorgenommen, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse, Abrichten & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 1,9mm
  • e: 1,3mm
  • Strings: 10-46

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 9.2″ bis 9.4″ ab, die Bespielbarkeit dieses Traum-Instrumentes ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun noch einmal verbessert.

sold but not forgotten