Project Description

2005 Fender Custom Shop ’51 Nocaster Relic

Gretsch machte es Fender Anfang der 1950er Jahre nicht leicht. Zwar hatte sich mit ‘Broadcaster’ ein passender Name für Leo Fenders erste E-Gitarre in Solidbody-Bauweise gefunden, jedoch beanspruchte Gretsch den Namen ‘Broadkaster’ bereits seit den 1920ern für ein Schlagzeug-Modell. Um weiteren Namensrecht-Streitigkeiten aus dem Wege zu gehen, entfernte man die Modellbezeichnung kurzerhand von der Kopfplatte, die nun nur noch den Firmennamen ‘Fender’ trug. Erst kurze Zeit später wurde mit ‘Telecaster’ ein Name gefunden, der heute wohl jedem Gitarristen ein Begriff ist.

Die nur zwischen Februar und September des Jahres 1951 hergestellten, namenlosen Gitarren erhielten später den Spitznamen “Nocaster”. Eine weitere Besonderheit der Nocaster war ein wirklich kräftiger Hals. Mit einer Dicke von einem Zoll bereits am 1.Bund hat man schon ordentlich Holz in der Hand. Hat man sich jedoch erstmal daran gewöhnt, will man nichts anderes mehr in die Hand nehmen. Zudem macht sich die hohe Masse des Halses aber auch in viel Ton bemerkbar.

Ausgestattet ist die Fender mit zwei Custom Shop Pickups, die vom typisch drahtigen Twäng-Sound am Steg bis zu einem warm perligen Sound am Hals alles bieten, was man von einer guten Tele erwarten kann. Die Verarbeitung ist selbstverständlich auf hohem Custom Shop-Niveau.

Mitte der ’90s reifte bei Fender die Idee, Gitarren einem künstlichen Alterungsprozess zu unterziehen, um den fabrikneuen Instrumenten den “look and feel” von alten Vintage-Gitarren zu verleihen, deren Preise heftig zu steigen begannen. Bis 1999 wurde diese Arbeit von Vince Cunetto übernommen, dann erst verfügte man über genügend eigenes Know-How im Custom Shop. Wir haben es hier mit einer wunderbar authentisch gearbeiteten Relic aus dem Custom Shop zu tun. Der in ‘Lake Placid Blue’ gearbeitete Body aus selektierter Esche ist über und über mit feinsten Lackrissen überzogen, auch der wunderschöne, leicht geflammte Ahornhals zeigt diese herrliche “Krakelee”.

Der Zustand, dieser im Jahr 2005 hergestellten Fender ist insgesamt wirklich sehr gut, bedenkt man das Alter von mittlerweile 16 Jahren. Die Bundstäbchen sind nach dem präzisen Abrichten auf unserer Plek-Station in Bestzustand und zeigen keinerlei Spielspuren mehr, die Nocaster glänzt mit einem Spitzen-Setup. Im Lieferumfang ist neben einem Fender Tweed Case auch der ‘Ash-Tray’ und natürlich das Zertifikat sowie das Spec-Sheet enthalten.

  • Serial: R4891, Made In USA, 2005 Custom Shop
  • Lake Placid Blue Nitro Finish, Relic
  • Select Ash Body
  • 1-Piece Plain Grain Maple Neck, 7,25″ Radius
  • ’52 U Neckprofile
  • 25,5″ Scale
  • Dot Inlays
  • Nut Width 41.8mm
  • 21 Medium Frets
  • 2 Fender Custom Shop Nocaster Relic Singlecoils
  • 3-Saddle Telecaster Bridge
  • 3-Way Blade Switch
  • 1x Volume, 1x Tone Controls
  • Kluson Deluxe Tuners
  • Weight: 3,36kg
  • Original Fender Custom Shop Case

Die True Historic zeigte im Scan kleine Ansatzpunkte für Korrekturen in den hohen Lagen des Griffbretts. Nach der Justage des Trussrods haben wir die Bünde dezent abgerichtet und die Einstellung der Brücke vorgenommen, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse, Abrichten & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 1,9mm
  • e: 1,3mm
  • Strings: 10-46

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 7.8″ bis 7.8″ ab, die Bespielbarkeit dieses Traum-Instrumentes ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun noch einmal verbessert.

Sold but not forgotten!