Project Description

1997 Gibson ES-135 

Obwohl die ES-135 erst 1991 das vollakustische Modellsortiment um eine günstigere Version zu erweitern schien, liegen ihre Wurzeln bereits viel weiter zurück. Denn bereits zwischen 1956 und 1958 erblickte die ES-135 erstmals, jedoch nur für eine kurze Zeit, das Licht der Welt. Als Nachfolgerin der ES-125 eingeführt, stellte sich der gewünschte Erfolg bei Gibson nicht so recht ein und so verschwand sie bereits 2 Jahre und ca. 450 Exemplare später wieder von der Bildfläche. Heute zählen diese historischen “Ur-ES-135” zu den seltensten Archtop-Modellen bei Gibson.

1991 griff Gibson dieses Konzept wieder auf, stattete sie jedoch, wie aus der ES-335 bekannt, mit einem Sustainblock aus. Dieses mal mit etwas mehr Erfolg und so wurde die ES-135 in zahlreichen Varianten bis 2002 hergestellt. Wäre sie wieder gefloppt, hätte es Modelle wie die ES-137 wohl nicht mehr gegeben. Zwar als Einsteiger-Semiakustik konzipiert, handelt es sich bei der ES-135 um ein eigenständiges Modell mit viel Charakter. Leicht und handlich weist sie mit ihrem 2″-tiefen Korpus schon beinahe Thinline-Maße auf. Aufgrund der geringen Zargentiefe klingt sie trocken etwas leiser und begrenzter als ihre dickeren Archtop-Schwestern, liegen ihre Stärken eindeutig im verstärkten Bereich.

Über die Jahre wurden einige unterschiedliche Versionen der ES-135 von Gibson vorgestellt. Wählen konnte man so einerseits zwischen Bigsby, Trapez-Tailpiece oder Stoptail, andererseits zwischen einer Humbucker- oder Singlecoil-Bestückung. 

Unserer ES-135 aus 1997 ist mit den oft unterschätzen P-100 Tonabnehmern ausgestattet, die im Gegensatz zu den P-90 wirklich absolut brummarm sind.

Die Bespielbarkeit des eher schlanken Halses mit ’60s Slim Taper’-Profil ist nun optimal, die im Scan auf unserer Plek-Station erkennbaren Ansätze für Verbesserungen haben wir konsequent genutzt und die Bünde präzise abgerichtet. Mit der daraus resultierend optimierten Saitenlage hat man nun angenehm leichtes Spiel.

Die aus 1997 stammende ES-135 ist insgesamt in einem sehr ordentlichen Zustand, wenn es auch hier und da einige Gebrauchsspuren oder Kratzerchengibt.  Im Lieferumfang enthalten ist der originale Gibson Koffer. 

  • Serial: 93227439, Made In USA, 1997
  • Ebony Finish
  • Laminated Maple Body, Semihollow With Centerblock
  • Maple Neck
  • Indian Rosewood Fretboard
  • C-Neckprofile
  • 24,75″ Scale
  • Trapezoid Inlays
  • Nut Width 43mm
  • 22 Medium Frets
  • 2 Gibson P-100 Pickups
  • Nashville Tune-O-Matic Bridge With Trapeze Tailpiece
  • 3-Way Toggle Switch
  • 2x Volume, 2x Tone Controls
  • Kluson Vintage Style Tuners
  • Weight: 3,5kg
  • Original Gibson Case

Die Gibson zeigte im Scan kleine Ansatzpunkte für Korrekturen in den hohen Lagen des Griffbretts sowie recht deutliche Spielspuren. Nach der Justage des Trussrods haben wir die Bünde präzise abgerichtet und die Einstellung der Brücke vorgenommen, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse, Abrichten & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 1,9mm
  • e: 1,3mm
  • Strings: 10-46

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 10.3″ bis 10.5″ ab, die Bespielbarkeit dieses seltenen Youngtimers ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun noch einmal spürbar verbessert.

Preis: 1699EUR/ Reserviert

(Differenzbesteuert nach §25a UStG)
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