1971 Fender Jazzmaster 3TSB Refret

Mit dieser Jazzmaster in Sunburst aus 1971 präsentieren wir mal wieder einen echten Vintage-Leckerbissen! Erstmalig stellte Fender die Jazzmaster 1958 der Musikwelt vor. Das war genau die Zeit, in der der große Widersacher Gibson mit der ES-335, und den futuristisch anmutenden Explorer- und Flying V-Modellen aufwartete.
Die Jazzmaster hingegen richtete sich als eine Art Gegenentwurf zur Gibson Les Paul mit einem gegenüber der Telecaster oder der Stratocaster deutlich wärmeren Grundsound vor allem an Jazzmusiker. Leo Fender war um ein “cleanes” Image bemüht und gar kein Anhänger zügelloser Rockmusik. Jazz- und Countrymusiker sollten mit der Jazzmaster ein kultiviertes “Top-Of-The-Line”-Instrument finden, dass konsequent die von Fender propagierte Solidbody-Bauweise mit einer innovativen Schaltung und einer hervorragenden Korpusergonomie verband.
Zudem war die Jazzmaster 1958 die erste Gitarre bei Fender, die mit einem Palisander-Griffbrett versehen war. Die Teles und Strats dieser Zeit hatten einteilige Ahornhälse. Nach anfänglicher Euphorie entwickelte sich die Jazzmaster seinerzeit schon zu einem gehörigen Flop bezogen auf die eigentliche Zielgruppe. Im Surfrock, Grunge oder Alternative konnte sie später jedoch ihre Stärken mit einem klaren und manchmal knurrigen Sound ausspielen und wurde zu einer Art Ikone dieser Alternative Genres.
Ausgefuchst ist die Elektronik mit zwei unabhängigen Schaltkreisen. So steht im unteren Bedienfeld neben einem Mastervolumen und einem Mastertone ein 3-fach Pickup-Wahlschalter zu Verfügung. So weit so bekannt. Beide Pickups sind “reversed wound”, so dass in der Mittelstellung das typische Singlecoil-Brummen eliminiert wird.
Der zweite Schaltkreis wird mit einem Kippschalter am oberen Horn aktiviert und wirkt mit Volumen- und einem Tone-Drehregler jedoch nur auf den Halspickup. So konnte der “Jazz”-Musiker blitzschnell zwischen unterschiedlichen Soundeinstellungen wechseln.
Die Floating-Bridge hat konstruktionsbedingt ihre Besonderheiten, ist aber gut einstellbar und lässt sich bei Bedarf über einen Knopf arretieren. Der Hals mit ’C’-Shape liegt sehr angenehm in der Hand. Unser Instrument verfügt neben den gesuchten Merkmalen einer Jazzmaster aus den ’60s zudem über ein Indian Rosewood-Griffbrett mit Block-Inlays und Binding.
Der Zustand dieser Vintage-Gitarre ist insgesamt vor dem Hintergrund des Alters sehr gut, natürlich gibt es hier und da Gebrauchsspuren, Kratzer, Macken und Dellen. Der Halsfuß hat einen 71er Jahres-Stempel, die Elektronik ist laut Pot-Codes allerdings auf 1966 zu datieren. Aufgrund des Neck-Dates bieten wir die Jazzmaster als 1971er Modell an. Wir haben die Jazzmaster neu bundiert, da die Bespielbarkeit aufgrund starker Spielspuren stark beeinträchtigt war. Nun spielt sich sich einfach großartig. Die Bridge wurde vom Vorbesitzer durch eine modernere stimmstabilere Variante getauscht, Originalteile liegen leider nicht mehr bei.
Die Auslieferung dieser absolut fantastischen Vintage-Gitarre erfolgt im neuen Fender Molded-Hardshell-Case mit Tremolohebel.
