Project Description

1961 Gibson Byrdland

Die Archtop- und Jazz-Gitarrenmodelle bei Gibson hat bis 1955 eine Gemeinsamkeit. Um Lautstärke zu generieren waren die Body recht tief und Zargentiefen um 8-9cm waren die Regel. Sie hatten aber noch eine weitere Gemeinsamkeit. Denn in der Regel spielte man sie nicht vornehmlich verstärkt. Das änderte Gibson mit der 1955 eingeführten Byrdland, die auf die beiden Coutrymusiker Billy Byrd und Hank Garland zurückgeht. Glücklicherweise bewies Gibson bei den Spezifikationen mehr Keativität als bei der Namensgebung und so ist die Byrdland eine der wenigen Jazzgitarrenmodelle mit kurzer Mensur.

Vonehmlichste Merkmale der Byrdland ist eine auf 23,5″ reduzierte Mensur, eine für diese Zeit außergewöhnlich geringe Zargentiefe von 5cm sowie einen schlankeren Hals. Schnelles und komfortables Spiel sollte auf diese Weise unterstützt werden. Zudem wurde die Byrdland ab etwa 1957 mit zwei PAF-Humbuckern elektrifiziert, dieauch in dieser Byrdland für den guten Ton sorgen. Beide PAF´s sind original, jedoch waren zwischenzeitlich auch mal andere Humbucker verbaut. 

Atemberaubendes ‘Flamed Maple’ für den Korpus trifft auf Fichte für die Decke und ein toll gearbeitetes Ebenholz-Griffbrett. Die Hardware ist luxuriös vergoldet, der Klang großartig. Wir haben die Gitarre mit einem frischen Setup auf unserer Plek Station ausgestattet und sind von der Spielbarkeit und der Tonentfaltung absolut begeistert.

Ungewöhnlich ist neben der kurzen Mensur auch ein relativ dünner und sehr schmaler Hals. Die Sattelbreite liegt bei lediglich 41,3mm und all zu große Hände sollte man nicht sein eigen nennen. Dann aber spielt sich die Byrdland ganz vorzüglich. Kein Wunder, wurde sie doch von uns frisch eingestellt. Ein Abrichten der für diese Zeit typischen, recht schmalen und niedrigen Bünde war aufgrund der bemerkenswerte hohen Fertigungsqualität aber nicht erforderlich.

Diese Byrdland hat im Laufe ihrer Jahre natürlich einige für diese lange Zeit übliche Spielspuren erfahren. Sie ist aber in Würde gealtert und Reparaturen und Modifikationen sucht man neben einem versetzten Gurtpin vergeblich. Im LIeferumfang ist ein neuerer und äußerst stabiles Hiscox-Case sowie das Vintage-Gutachten von No.1 Hamburg inkl. ausführlicher Fotodokumentation. 

Im Lieferumfang nicht enthalten ist die abgebildete Brückenbasis, bei der es sich laut Gutachten um Brazilian Rosewood handeln könnte. Bei der Auswahl des Ersatzes richten wir uns nach der Präferenz des Käufers, statten die Byrdland vor Auslieferung damit aus und erstellen ein frisches Setup.

  • Serial: 33727, Made In USA, 1961
  • Sunburst Nitro Finish
  • Maple Back And Sides
  • Spruce Top
  • Flamed Maple Neck
  • Ebony Fretboard
  • ‘C’-Neckprofile
  • 23,5″ Scale
  • Dot Inlays
  • Nut Width 41.3mm
  • 22 Medium Frets
  • 2 Gibson Humbuckers
  • Gibson ABR-1 Bridge
  • 3-Way Toggle Switch
  • 2x Volume, 2x Tone Controls
  • Original Tuners
  • Weight: 3,07kg
  • Non Original Hiscox Case

Die Byrdland zeigte im Scan keine Schwächen. Nach der Justage des Trussrods haben wir lediglich die Einstellung der Brücke vorgenommen, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 1,8mm
  • e: 1,4mm
  • Strings: 10-50

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 6.8″ bis 8.1″ ab, die Bespielbarkeit dieses Vintage-Instrumentes ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun noch einmal deutlich verbessert.

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