Project Description

1977 Gibson “The Les Paul” # 34

Als ich mit 15 Jahren in der Schulband unserer Schule begann, Gitarre zu spielen, war schnell klar, dass irgendwann eine Les Paul angeschafft werden müsse. Um die lange Wartezeit zu überbrücken, bis ich durch Zeitungaustragen das nötige Kleingeld zusammen bekommen würde, las ich in Folge alles über meine Traumgitarre. Natürlich war das neu erschienene „Gibson Les Paul Book“ von Tony Bacon und Paul Day eine absolute Pflichtlektüre. Randvoll mit vielen tollen Bildern, Daten & Fakten über die großartigen Bursts, die zahlreichen Sondermodelle und Klassiker, habe ich es als Teenager wohl an die 100 mal verschlungen.

Eine Gitarre stach dabei immer heraus. Die außergewöhnliche „The Les Paul“, zudem in intensiv gemasertem Rot, war irgendwie immer etwas besonderes.
Allerdings, und das verriet das Buch natürlich auch, wurden wohl nur um 65-70 dieser Instrumente zwischen 1976 und 1979 hergestellt. Davon lediglich 17 in meiner bevorzugten Farbe ‘Wine Red’.
Irgendwann mal solch eine Gitarre in der Hand zu haben, schien also unerreichbar.
Nun, jetzt ist es doch passiert… Und dann gleich eins der Exemplare, die alle Spezifikationen vereint, die die „The Les Paul“ so besonders machen. Denn nicht alle Exemplare dieses Modells waren vergleichbar ausgestattet. Aber dazu unten mehr…
Gefertigt in Kalamazoo von Gibson und einem Trio um Dick Schneider, der die Palisanderparts, das aufwendige Binding und die Perlmutt-Inlays anfertigte, war der Aufwand enorm. Gibson wollte mit dieser “Mutter aller Les Pauls” zeigen, wozu man handwerklich im Stande war. Daher trug das opulent ausgestattete Instrument am Ende ein mehr als saftiges Preisschild. Etwa viermal teurer als das damalige Spitzenmodell bei Gibson war der Käuferkreis natürlich auch entsprechend klein.
Torpediert wurde das Unterfangen zudem von dem Umstand, dass das vom damaligen Gibson Präsident in Österreich gefundene Ahorn für Decke, Boden und Hals sowie entsprechendes Palisander für die restlichen Anbauteile nach und nach aufgebraucht wurde. Die Idee, alle Komponenten der Les Paul entweder aus wunderschön gemasertem Ahorn oder handgeschnitztem Palisander auszuführen, wurde somit gegen Ende der Serie aufgrund fehlender Holzbestände nicht mehr umsetzbar. Und so wurden die letzten Exemplare stufenweise abgespeckt und hatten nicht mehr viel mit der Grundidee gemein. 
Diese „The Les Paul“ ist jedoch ein Musterbeispiel dessen, was damals in Kalamazoo konzipiert wurde und lässt nicht ein einziges Detail vermissen.
Vom Vorbesitzer in den frühen 2000ern Jahren erstanden und sorgsam gepflegt, präsentiert sie sich heute noch in unglaublich gutem Zustand. Zudem komplett original bis zur letzten Schraube.
Auch unsere Plek-Station offenbarte keinerlei Schwächen. Die damals üblichen „Fretless Wonder“-Bünde sind teilweise schon recht flach, dieses äußerst seltene Sammlerstück ist aber erstklassig eingestellt und mit einem eher schlanken Hals, der irgendwo zwischen ’59 und ’60 anzusiedeln ist, richtig gut spielbar.
Im Lieferumfang ist der originale Koffer sowie alle Papiere und das gesamte Zubehör enthalten. Hier handelt es sich um eine typische „once in a lifetime“-Gelegenheit.
Aufgrund der Seltenheit und des doch hohen Preises bieten wir bei diesem Instrument keinen Versand an. Du bist aber gerne eingeladen, die Gibson nach Terminabsprache bei uns in Paderborn-Schloss Neuhaus anzutesten.
When I started playing guitar in our school’s band at the age of 15, it soon became clear that at some point a Les Paul would have to be purchased. In order to bridge the long waiting time until I Could get the necessary change carrying out a paper round, I read everything I could find about my dream guitar. Of course, the newly published “Gibson Les Paul Book” by Tony Bacon and Paul Day was an absolute must read. Filled with lots of great pictures, data & facts about the great ‘bursts’, the numerous special models and classics, I probably devoured it about 100 times as a teenager.

One guitar always stood out. The extraordinary “The Les Paul”, in intensely grained red, has always been something special.

However, as the book also revealed, only about 65-70 of these instruments were ever produced between 1976 and 1979. Only 17 of them in my favourite colour ‘Wine Red’. So it seemed impossible to have such a guitar actually in your hand at some point.
Well, it happened now…

And then there is one of them, which combines all the specifications that make “The Les Paul” so special. Not all models of this model were comparably equipped. But more about this below…

Made in Kalamazoo by Gibson and a trio around Dick Schneider, they made the rosewood parts, the elaborate binding and the mother-of-pearl inlays, the effort was enormous. With this “mother of all Les Pauls”, Gibson wanted to show what they were capable of. Therefore, the opulently equipped instrument ended up with a more than juicy price tag.

The undertaking was torpedoed by the fact that the maple found by the then Gibson President in Austria for the top, back and neck as well as the corresponding rosewood was gradually used up for the remaining parts. The idea of using either beautifully grained maple or hand-carved rosewood for all components of the Les Paul became unworkable towards the end of the series due to a lack of wood. And so the last specimens were gradually slimmed down and no longer had much in common with the basic idea.

This “The Les Paul” is, however, a prime example of what was conceived in Kalamazoo back then and does not lack a single detail.
Purchased from the previous owner in the early 2000s and carefully maintained, it is still in unbelievably good condition today. Also completely original down to the last screw.

Our Plek station did not show up any weaknesses either. Some of the “Fretless Wonder” frets common at the time are already quite flat, but this extremely rare collector’s item has a first-class set up and can be played really well with a rather slender neck, somewhere between a ’59 and a ’60.
The delivery includes the original case as well as all papers and accessories. This is a genuine “once in a lifetime” opportunity.

Due to the rarity and the high price we do not offer shipping for this instrument. But you are invited to test the Gibson in Paderborn-Schloss Neuhaus by appointment.

  • Serial: #34, Made In USA, 01.08.1977
  • Wine Red Finish
  • Mahogany Body, Flamed Maple Top, Back And Rims
  • Flamed Maple Neck
  • Ebony/Rosewood/Ebony Fretboard
  • Rosewood Binding, Toggle-Tip, Pickup-Frames, Headstock Veneer, Back And Jack Plates
  • ‘C’ Neckprofile
  • 24,75″ Scale
  • Mother Of Pearl Block Inlays
  • Nut Width 43.1mm
  • 22 Frets
  • 2 Gibson Pat-No. Humbucker
  • Gibson Harmonica Bridge
  • 3-Way Toggle Switch
  • 2x Volume, 2x Tone Controls
  • Kluson Style Tuner
  • Weight: 4,65 kg
  • Original Gibson Case

Die The Les Paul zeigte im Scan trotz teilweise sehr niedriger Bünde keine Probleme für Bespielbarkeit und Tonentfaltung. Neben der Justage des Trussrods war nur die Einstellung der Brücke notwendig, um ein erstklassiges Setup zu erreichen.

Durchgeführte Arbeiten: Plek-Scan, Analyse & Setup

Die Saitenlage liegt gemessen im 12. Bund nun bei:

  • E: 1,93mm
  • e: 1,50mm

Die Bünde bilden über dem Griffbrett einen gemessenen Radius von 8.6″ bis 10.3″ ab, die Bespielbarkeit dieses extrem seltenen Instrumentes ist durch die durchgeführten Maßnahmen nun hervorragend.

Preis: 29500EUR

(Differenzbesteuert nach §25a UStG)
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